Die Gaisalpe umfasste ursprünglich
wahrscheinlich das gesamte Gebiet zwischen Rubihorn
und Entschenkopf. 1428 wurde im Lehenbuch des Hochstifts
Augsburg erwähnt, dass ein „ Wäld-lin
an Gaißalb" von Hans Schratt für
5 Pfund Haller gekauft wurde. 1486 wird bereits
die „unter Gayß Alb" erwähnt.
In der Folgezeit entstand aus dem ehemaligen Alpgebiet
jedoch ein kleiner Weiler mit 3 oder 4 dauerbewohnten
Häusern, deren Besitzer als Hauptnahrungsquelle
die Viehzucht betreiben. Anmerkung:
Zur Entwicklung des Weilers "Gaisalp"
besteht eine eigene Seite.
In dieser Zeit splitterte sich das Weidegebiet auf.
Jedes Haus hatte sein eigenes Weidegebiet, die im
19. Jahrhundert wieder zu Alpen wurden. 1811 sind
erst 36 Bergweiden genannt, 1830 schon drei Sennalpen.
Im 20. Jahrhundert waren folgende Alpen entstanden:
Gschwenderberg (Haus Nr. 1)
Richterbergle (Haus Nr. 2)
Gaisalpe (Haus Nr. 3), vielleicht nur Gastwirtschaft
Drehersberg
Prinzenbergle Anmerkung:
Zur Geschichte der einzelnen Alpen gibt es wieder
eigene Seiten.
Im Jahre 1952 wurden die Alpen Drehersberg, Gschwenderberg,
und Richtersbergle zur heutigen Alpgenossenschaft
Gaisalpe zusammengefasst. Der Wirt der Gaisalpe
bewirtschaftet dagegen das Prinzenbergle.
Blick
von Fischen zum Gebiet der Gaisalpe zwischen dem
Entschenkopf links und dem Rubihorn rechts.
Auf- und Abstieg:
Von Reichenbach aus führt eine
ungeteerte Straße hinauf, die im Winter als
Rodelbahn genutzt wird. Von Oberstdorf (Schattenbergskistadion)
zieht sich der Wallraffweg am Rubihorn entlang zur
Gaisalpe (ca. 2 Std). Der Weg hinauf zum Rubihorn
führt mitten durch das Alpgebiet der ehemaligen
Gaisalpe.
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel
für diesen Online-Führer werden gerne
entgegengenommen!
Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"! Alex
Rößle