Die Giebelalpe hatte
zwei Sennhütten, die Untergiebelalpe und Obergiebelalpe,
und lag auf dem Giebelberg der Südflanke des
Kegelkopfes. Sie war immer schon sehr klein und die
ca 28 Kühe wurden durch einen sehr steilen Aufzug
vom sogenannten Pecher Holz aus hinaufgetrieben.
Die Alpe wurde nach Steiner schon 1559 als „die
alb ufm Gübelberg“ beschrieben. Der Giebelberg
selbst umfasst ein größeres Gebiete, darunter
die unteren und oberen Giebelmäder. Im 19. Jahrhundert
kam wahrscheinlich noch das Gerstruber Gündle,
auf der Nordseite des Kegelkopfes, als Weide dazu.
Anscheinend war der Weg dorthin im Gegensatz zum Giebelaufzug
so leicht, dass er (verächtlich?) "Wyberdrift"
genannt wurde. Die Alpe wurde schon 1902 aufgelassen.
Der letzte Senner hieß mit Engelbert Schraudolph.
Die Restfundamente der Obergiebelalp sind heute in
1578 m Höhe noch gut erkennbar.
1878 wurden die Alpe vom Prinzregenten Luitpold erworben,
ging dann im Jahre 1900 durch einen Tauschvertrag
an Freiherr von Heyl und schließlich 1953 durch
Kauf an den Verein der ehemaligen Rechtler. Die Untergiebelalpe
fiel in Privatbesitz und wird heute noch als Bergheubat
genutzt.
Flurnamen. Steiner, S. 106 f
Alpenvereinskarte von 1906
Oberstdorfer Geschichte IV, S. 254 ff
Lageplan des vom Verein der ehemailgen Rechtler ... erworbenen Heylschen Grundbesitzes
Unbekannte Anstiege, Gelhard. S. 12 ff
Ortsnamen, Dertsch, S. 55 f
Alternative Schreibweisen
Giebel Alpe, Giebelalpe,
Giebelmäder
Stand:
06.06.2007
Die unteren und oberen Giebelmäder von Spielmannsau
aus gesehen
Auf- und Abstieg:
Bei Spielmannsau zieht ein Weg in
den Traufbachtobel hinein und schon nach kurzer Strecke
kann man nach links einen Pfad erkennen, der hinauf
zu den Unteren Giebelmädern führt. Im Winter
wird hier mit Hörnerschlitten das Bergheu heruntergefahren!!!
Von dort geht es weglos über immer steiler werdende
Wiesen hinauf zur Giebel-Alp (1578 m, = Obergiebel-Alp
?). Die Grundmauern sind immer noch gut erkennbar.
Etwas höher bei ca 1700 m trifft man auf den
Pfad, der von der Krautersalp kommend, durch die Oberen
Giebelmäder und über die Wybertrift zum
Gerstruber Gündle führt. Hier beginnt auch
der Abstieg zur Raut gegenüber von Gerstruben.
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Rößle