Die sagenumwobene Gottesacker-Alpe
liegt auf dem Gottesackerplateau. Ehemals war es die
höchstgelegene Alpe in der Gemarkung Tiefenbach
und gehörte teilweise auch zur Gemeinde Mittelberg/
Kleinwalsertal. Damals war sie über 200 ha groß.
Noch 1820 wurde sie als Sennalpe erwähnt. Vermutlich
wurde sie von Oberhirschgund aus beschlagen (Viehtrieb
übers Plateau zum Hirscheck). Im Zuge der Klimaverschlechterung
nach 1400 und wegen Wassermangel wurde die Alpe im
19. Jahrhundert aufgelassen. Die Hütte ist verfallen.
Die Weidegründe gingen in Folge stark zurück.
Die Gründe lagen an der fortschreitenden Verkarstung,
sowie an der Winderosion und am fehlenden Schutz durch
den Hochwald. Vor 500 Jahren lag die Waldgrenze vermutlich
ca. 200 m höher. Das Alpgebiet gehört zu
den Rohrmooser Alpen der fürstl. Oberförsterei
Waldburg-Wolfegg.
An den Niedergang der Alpe erinnert eine Sage bei
Reiser.
Bauen am Berg, Stankowski, S. 232
Ortsnamenbuch, Dertsch S. 56
90 Jahre Viehzuchtgenossenschaft Tiefenbach, S. 80
Geschichte Oberstdorf, Teil 3, S. 68
Sagen 1, Reiser, S. 245
Der Ifen und das
Gottesackerplateau
Auf- und Abstieg:
Von der Bergstation des Ifen-Liftes
(Hahnenköpfle) führt ein Wanderweg über
das Gottesackerplateau. An der tiefsten Stelle, bevor
es wieder hinauf zum Windecksattel (-> Rohrmoos)
geht, stand die Gottesacker-Alpe. Von hier aus kann
man auch nach Südosten ins Kürental (->
Riezlern) oder nach Nordwesten ins Löwental (->
Hirschgund) absteigen
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Rößle