Die nicht im Stützle erwähnte
gemeindeeigene Alpe lag in dem kleinen Hochtal Laufbach,
das eigentlich nur ein großer, steilwandiger
Kessel, zwischen Schneck, Laufbacher Eck und Schochen
ist. Der gegen das Oytal abfließende Fluss wird
als Laufbach bezeichnet. Die Alpe bestand aus zwei
Hütten auf ca. 1350 m Höhe. Wegen Steinschlaggefahr
wurde sie schon vor 1800 aufgelassen. Nach heutiger
Sicht waren die Weiden so und so viel zu steil. Danach
wurden sie von den Oberstdorfern bis etwas 1950 als
ertragreiche Berghoibat genutzt. Es soll ca. 300 Burden
Heu geliefert haben. Die Rechte zum "Hoiben"
wurden unter den ärmeren Bauern Oberstdorfs versteigert.
Die überlieferten Flurnamen Bettlerhoibat und
Gerichtsdiener Hoibat geben ein beredtes Zeugnis davon
ab. Von der „Hoiberhütte“ sind die
Grundmauern noch zu sehen.
Auf- und Abstieg:
Beim Prinzenkreuz im Oytal - hinter
dem Gutenalper Höfle - führt links vom Bach
der Laufbacherstieg hinauf in das Gebiet der ehemaligen
Alpe. Weglos kann man nordseitig weiter hinauf, das
Laufbacher Kirchle links liegen lassend, zum Wanderweg,
der vom Nebelhorn zum Laufbacher Eck führt.
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Rößle