Die ehemalige Alpe
Mädele umfasste das Ursprungsgebiet der Trettach
mit dem Sperrbach, also die heutigen Alpen Untermädele,
Obermädele, die abgegangene
Mussenalp im Sperrbachtal mit dem
Knie; dazu gemeinsam mit der Spielmannsau den Sinkerschwand.
Sie war eine große Genossenschaftsalpe und
noch 1554 ein Lehen der Heimenhofen. Im 17. Jh.
bis etwa 1800 erschienen als Lehensherrn die Grafen
von Königsegg-Rothenfels. Schon 1582 war von
der "Schafweide auf Medele" die Rede,
die einen bedeutenden Umfang hatte und heute noch
eine Rolle spielt. Die Alpe scheint erst nach 1800
in Untermädele und Obermädele
geteilt worden zu sein. Beide wurden in der Folge
als Sennalpen eingerichtet.
Die Alpe Obermädele wurde
1865 an eine Lechtaler Alpgenossenschaft verkauft.
Um 1870 soll sie mit 50-60 Kühen beschlagen
worden sein. Die Alphütte brannte ab und wurde
nicht wieder aufgebaut.
In den 1970ger gab es eine große Diskussion,
wegen der durch die Schafe auf dem Fürschießer
angerichteten Erosion.
Vorausgesetzt, dass wirklich das Wort "Mahd"
zugrunde liegt, dürfte der Name vom Lechtal
aus gegeben worden sein. Hier kommt das Wort nämlich
sehr häufig vor, während es im Allgäu
sehr selten ist. Der Ausgangspunkt des Namens könnten
am ehesten die großen flachen Grasböden
nördlich des Kratzers gewesen sein.
Siehe
Leitseite "Alpen"
Flurnamen, Steiner. S. 226fff, 249f
Bauen am Berg, Stankowski, S. 246
Stand:
06.06.2007
Die Kempter Hütte
liegt im Weidegebiet
der Oberen Mädelealpe
Auf- und Abstieg:
Aus dem Trettachtal führt der
Weg an der Unteren Mädele-Alpe und der Kapelle
Am Knie vorbei durch den Sperrbachtobel zur Kempter
Hütte, die mitten im Weidegbiet der Oberen Mädele-Alpe
liegt.
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Rößle