Sie ist eine der großen Genossenschaftsalpen
des Oberstdorfer Bereichs und wurde schon schon im
Jahr 1390 schriftlich erwähnt.
Die Alpe liegt auf der Ostsseite des Rappenalper Tales
und ihre Weidegründe reichen vom Talboden in
ca. 1200 m hinauf bis in den Kessel des Rappensees
(2046 m) und weiter bis gegen die Große Steinscharte,
über 2300 m hoch hinauf. Die Bewirtschaftung
dieses Weidegeländes, das sich über 1000
m Höhenunterschied verteilt, verlangt natürlich
mehrere Hütten.
Auf dem Talboden - ca 500 m vor der Schwarzen Hütte
-liegt das kleine Steingebäude des Höfle,
dessen Standort schon mehrfach wechselte.
Im südlichen Teil des Gebietes, der verhältnismäßig
wenig Weide bietet, liegt das Körber
Hüttlein und im höheren Gebiet die
sogenannte Schafalpe
in knapp 1800 m Höhe.
Der nördliche, größere Teil des Weidelandes
wird von der Oberen Rappen-Alpe
(Gebiet am See) aus beweidet, sein tiefergelegener
Teil von der Mittleren Rappen-Alpe
(am Aufstieg zur Rappenseehütte von der Schwarzen
Hütte aus).
Es könnte sein, dass sich der Name auf den Familiennamen
Rapp oder auf den Begriff Rappe (=schwarzes Pferd)
bezieht. Steiner meint jedoch, dass diese Bezeichnungsweise
eines schwarzen Pferdes noch nicht alt genug sei.
Er führt den Namen auf den Tiernamen Raben zurück,
der ja im Dialekt auch "Rapp" genannt wird.
Diese Lösung fügt sich auch gut zu weiteren
Flurnamen in diesem Gebiet: Biberalpe, Hundskopf,
Hirschgehren, Geishorn, Widderstein, Krabach und Bockbach. Meines Erachtens darf aber der ausgestorbene Waldrapp als Namensgeber nicht ausgeschlossen werden.
Auf- und Abstieg:
Im Rappenalptal führt ein Wanderweg
von der Schwarzen Hütte hinauf zur Rappensee
Hütte. Er liegt mitten im Alpgebiet der Rappenalpe.
Früher gab es auch noch einen direkten Weg von
der Körber-Hütte hinauf zur Schaf Alp.
Natürlich kann man auch den Weg von Einödsbach
über das Peters Älpele und die Linkers-Alpe
zur Rappen-Alpe wählen.
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Rößle