Die See-Alpe liegt
oberhalb des Faltenbachtobels im Faltenbachtal und
erstreckt sich über das Gebiet an der Bergstation
der Nebelhornbahn und um die schönen Weideböden
am Seealpsee. Dieser See war offenbar namengebend
für die Alpe und erhielt seinerseits wieder
von der Alpe seinen Namen. Vielleicht darf daraus
geschlossen werden, dass hier über der Waldgrenze
das Kerngebiet der alten Alpe lag.
Die hintere Seealpe
umfasst heute das hochgelegene Gebiet samt dem Talschluß
des Faltenbachtales, wo die kleine Hofhütte
steht. Weiter gehört zu ihr die sogenannte
Geißalphütte
nahe der Bergstation der Nebelhornbahn und die Hütte
nördlich des Seealpsees. Eine Hütte steht im Großen
Gund , eine weitere im Kleinen Gund (1711 m) wird
heute nicht mehr benutzt und ist verfallen.
Die Vordere Seealpe soll erst 1851 in eine Sennalpe
umgewandelt worden sein. 1891 wurde die Alpe vom
Prinzregenten Luitpold erworben.
Ihre Haupthütte liegt bei der Mittelstation
der Nebelhornbahn in 1282 m Höhe. Sie
ist ganzjährig bewirtschaftet.
Oberstdorfer, des Gemeindegebietes von vor 1972, hatten in der Seealpe, soweit Quellen
vorliegen, keinen nennenswerten Weidebesitz.
Der Seealper Stieg verlief vom Nord-Ende des Dummelsmoos
quer über den ganzen Berghang von Breitenbären
empor, bis er das Hochtal des Faltenbaches erreicht
hat. Noch heute ist er als geröllerfüllter
Viehtrieb, teilweise heckenumgeben und anderwärts
wie ein Hohlweg eingeschnitten, gut kenntlich.
Erwähnenswert ist der Fund eine Kuhglocke auf
der Seealpe, die aus römischer Zeit stammen
soll und somit das hohe Alter unserer Alpen belegen
könnte.
Die Hütte am Seealpsee stand vor 1913 noch auf 1742 m unterhalb des Hüttenkopfes
1913 wurde sie auf die gegenüberliegende Seite des Baches verlegt und befindet sich heute am Wanderweg, der über den Seealpsee hinab (Gleitweg) ins Oytal führt.
Die vordere Seealpe und gleichzeitig Berggasthof
Seealpe
Auf- und Abstieg:
Die Nebelhornbahn erschließt
bequem das gesamte Alpgebiet. Von der Bergstation
fürt ein einfacher Weg hinüber zum wunderschönen
Seealpsee. Der Abstieg ins Oytal setzt jedoch Bergerfahrung
und gute Kondition voraus.
Die Vordere Seealpe kann mit dem Montainbike über
eine geteerte Straße erreicht werden.
Das Gebiet der Seealpe zwischen Rubihorn und Schattenberg
Siehe Leitseite "Alpen"
Bauen am Berg, Stankowski, S. 238f
Flurnamen, Steiner, S. 328
Oberstdorfer Geschichte IV, S. 254 ff
Lageplan des vom Verein der ehemailgen Rechtler ... erworbenen Heylschen Grundbesitzes
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Rößle