Die Alpe Traufberg
(1217 m) liegt im Traufbachtal. Ursprünglich
war der Traufberg eine Dauersiedlung. Erwähnt
wurde sie erstmals 1333. Die heutige Alpe wurde
aus mindestens vier verschiedenen Weidegebieten
des alten Traufbergs gebildet. Ursprünglich
nannte man die Alpen nach den Besitzern Schrättlers-,
Edelmändlers- und Übelhörs Traufberg.
Nur Käserstatt behielt bis heute ihren Sondernamen.
Auch Stützle unterscheidet noch zwei Alpen,
nämlich eine Vordere und Hintere Traufbergalpe.
Stankowski nennt als weitere zum Hof gehörende
Alpen die Hieren, Käserstatt und Krauters.
Wobei er meines Erachtens Käserstatt und Durrach
verwechselt.
1877 wurden die Edelmändlers-Alpe vom Prinzregenten
Luitpold erworben und ging dann im Jahre 1900 durch
einen Tauschvertrag an Freiherr von Heyl. Er brachte
in diesen Jahren fast den gesamten Besitz im Tal
in seine Hände. Seinen gesamten Besitz kaufte
schließlich 1953 der Verein der ehemaligen
Rechtler.
Die heutige Alphütte (= ehemals Schrättlers
Alp) liegt bei 1217 m und ist
im Sommer bewirtschaftet.
Zu Fuß erreicht man die Alpe
von Spielmannsau aus durch den Tobel. Mit dem Montainbike
kann man die Fahrstraße, die nach der Alpe Oberau
nach Osten abzweigt, nützen.
Geschichte des Marktes O., B.1, S. 234
ff
Geschichte des Marktes O., B.2, S. 209 ff
Flurnamen, Steiner, S. 61
Bauen am Berg, Stankowski, S. 244f
Ortsnamenbuch, Dertsch, S. 179f.
Anmerkung:
* Bild "Hintere Traufberg-Alpe" von Wilherm Geiger
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Rößle