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Oberstdorfer Alpen: Warmatsgund-Alpe

Alpe/Alphütte Höhe Weideflächen Anmerkung
Vordere Warmatsgundalpe  
1290 - 1800 m
 
Höfle 1290 m aufgelassen
Warmatsgund-Alpe-Möser 1520 m aufgelassen
Warmatsgund-Alpe-Kühgund 1745 m aufgelassen (eigene Seite)
Hintere Warmatsgundalpe    
Warmatsgund-Alpe-Höfle 1330 m aufgelassen; Gebäude versetzt
Warmatsgund-Alpe-Wank 1379 m aufgelassen
Warmatsgund-Alpe-Roßgund 1740 m aufgelassen (eigene Seite)
Beschreibung und Geschichte:

Die Warmatsgund-Alpe liegt etwa drei bis vier Stunden südwestlich vom Markt in einem westlichen Seitental des Birgsauertales. Der Name Warmatsgund stammt wahrscheinlich von einem Personennamen wie Warmunt ab, der im Allgäu früher öfter vorkam. Im Jahre 1455 wurde die Alp erstmals urkundlich erwähnt. Der gesamte Besitz gehörte seit 1896 dem Prinzregenten Luitpold, der die Alpen verpachtete. 1936 wollte die Gemeinde das Alpgebiet kaufen, musste sie dann aber der NS-Ordensburg in Sonthofen überlassen. Deren Besitz ging 1948 an den Freistaat Bayern (bay. Staatsforstverwaltung) über. So ist zu erklären, dass eine Oberstdorfer Alpe, das Höfle, das bis zum Jahre 2001 bestand, abgebaut, nach Diepolz bei Immenstadt transferiert und dort im Zuge des Bergbauern- und Sennereimuseums wieder aufgestellt wurde.

Die Alpe war im 19. Jahrhundert in die Vordere und Hintere Warmatsgundalpe aufgeteilt.
Zur Vorderen Warmatsgundalp gehörten:
1. Das Höfle, das nördlich des Marktobels lag.
2. Die Möserhütte, die abgerissen wurde und nahe des Kanzenwandhauses stand. Sie hieß früher auch Möser-Stieralpe und wurde später als Melke genutzt.
3. Die Hütte im Kühgund (eigene Seite)
Zu der Hinteren Alp gehörten:
1. Das Höfle, das um die Jahrtausendwende nach Diepolds verlegt wurde. Die im Bestand vorhandene Käserei beweist, dass sie auch als Sennalpe genutzt wurde. In dieser Hütte bestand auch ein offizieller Schlafraum für den Jäger des Prinzregenten.*
2. Die Wankhütte, wo früher eine Galthütte, die später in eine Sennalpe umgewandelt wurde, stand. Sie wurde Ende des 20. Jahrhunderts von einer Lawine weggerissen. Der Name Wank bedeutet wahrscheinlich "von Natur aus grasiges Land".
3. Die Roßgundalpe (eigene Seite)


Die Höfte-Hütte in Diepolds
Anmerkung:
In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1865, als halb Oberstdorf dem Brand zum Opfer fiel, befand sich der Prinzregent gerade im Warmatsgundtal zur Hahnenbalz. Vielleicht übernachtete er in der oben erwähnten Kammer.
Weitere Links:
Alpen und Alphütten: Roßgundalpe, Kühgundalpe
Täler und Flüsse:Stillachtal
Literatur:
Siehe Leitseite "Alpen"
Bauen am Berg, Stankowski, S. 251
Flurnamen, Steiner, S. 370f,
Oberstdorfer Geschichte IV, S. 254 ff
Prinzregent Luitpold von Bayern, Weißensteiner I. u.a. in "Unsere Oberstdorf", Heft 2, S. 91

Das zum größten Teil wieder aufgeforstete Alpgebiet vom Kühgund aus gesehen
Auf- und Abstieg:
Das Alpgebiet wird durch eine Straße erschlossen, die von der Skiflugschanze über Schwand und Leiter zum Schlappoldhöfle führt. Dort verzweigt sie sich in drei Straßen.
Die linke führt ins Warmatsgundtal bis hinter an den Wank. Hier beginnt der Aufstieg über den Kühgund zur Fiderpaßhütte.
Die mittlere Straße geht nach oben zum Kanzelwandhaus (Möser Hütte).
Die rechte Straße zieht hinauf zur Alpe Schlappold.

In der Höfle-Hütte (Diepolds)

Jägerkammer in der Höfle-Alp
Alternative Schreibweisen
Warmatsgund Alpe, Warmatsgundalpe, Möser Hütte, Wank Hütte,
Stand: 06.06.2007
Landhaus Anatswald
Gaststätte Faistenoy
Fellhornstuben
Lanhaus am Leiterberg
Gästehaus Stillachtal

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