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Oberstdorfer Berge: Der Hohe Ifen (2230 m)

und das Gottesackerplateau

Beschreibung und Lage:

Ganz im Westen unseres Gemeindegebietes führt ein Grenzzacken gerade noch auf den Gipfel des Hohen Ifens und etwa die Hälfte des nordöstlich darunterliegenden Gottesackerplatteaus liegt auch auf deutschem Gebiet. Der Ifen ist mit seinen, in drei Stufen, nach Nordosten ins Hirschgundtal senkrecht abfallenden Felswänden (Ifenmauer, Obere Gottesackerwände, Untere Gottesackerwände) einer der markantesten Berge der Allgäuer Alpen und ist auch von weitem sehr gut erkennbar.
Der Name könnte laut Steiner aus dem Vorarlberg stammen evtl. die Bedeutung "Steilabbruch" haben. Bei Dertsch finden wir keine Namenserklärung.
Geologisch besonders interessant ist das öde und verkarstete Gottesackerplatteau, das sich zwischen Ifenmauer und den Oberen Gottesackerwänden auf ca 5 qkm ausbreitet. Heute steht es unter Naturschutz. Seiner Friedhofseinsamkeit verdankt er seinen Namen.
Wir für ein Karstgebiet üblich, gibt es auch hier mehrere große Höhlen. Die zwei bekanntesten sind das Hölloch im Mahdtal und das auf der Westseite des Ifens liegende Schneckloch (österreichisch).

Weitere Links:
Alpen: Gottesacker-Alpe, Hirschgund-Alpe, Hoch-Alpe, Lohmoos-Alpe, Keßler-Alpe, Mahdtal-Alpe, Grafenküren-Alpe, Höfle-Alpe
Täler: Starzlachtal
Geschichte: Mittelsteinzeit
Extern: Höhlen auf dem Gottesackerplatteau (extern)

Erschließung:
  1. Am einfachsten ist der Aufstieg, wenn man zuerst mit der Ifenlift (Schwarzwassertal, Auenhütte) zur Ifenhütte (1586 m) hinauffährt und von dort zum Gipfel hinaufläuft. Dabei überwindet der Steig in einer kleinen Scharte die hohe Felswand.
  2. Ein weiterer Aufstieg führt durch das Schwarzwassertal zur Schwarzwasserhütte und von dort über den Gerachsattel zum Gipfel.
  3. Auch aus dem deutsche Hirschgund leitet ein Steig über den Hirscheck, die verfallenen Gottesacker-Alpe und das Gottesackerplatteau zum Hahnenköpfle und von dort weiter zum Gipfel.
  4. Ein besonders interessanter Weg führt - diesmal ohne den Ifen-Gipfel - vom Hahnenköpfle über das Gottesackerplatteau zum Torkopf und von dort weiter zum Gatterkopf und dann hinab ins Rohrmooser Tal.
Anmerkung:

An der Schneiderküren-Alpe wurde in den letzten Jahren (um das Jahr 2000) ein steinzeitlicher Wohnplatz freigelegt. Durch dessen Fundgegenstände konnte eine Kontinuität der Besiedlung des Allgäuer Alpenraums seit der Mittelsteinzeit nachgewiesen werden.

Literatur:
Alpenvereinsführer, Groth, S. 279 ff
Historisches Ortsnamenbuch, Dertsch, S. 87
Allgäuer Alpnamen, Steiner Thaddäus , S. 75
Bergnamen, Steiner S. 102f
Stand: 04.06.2007

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