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Oberstdorfer Berge:  Der Kegelkopf (1961 m)

Beschreibung und Lage:

Zwischen dem Dietersbachtal und dem Traufbachtal steht die plumpe Berggestalt des Kegelkopfes. Mit seine grasreichen, steilen Flanken, in denen Fels und
auch Wald nicht fehlen, vermittelt er ein für das Allgäu spezifisches Landschaftsbild.
Steiner meint, dass der Name von den kegelförmigen Felsabbrüchen in seiner Süd-Flanke stammen dürfte. Denn der Berg selbst vermag auch aus der günstigsten Perspektive nur mit viel Phantasie eine Kegelform zu ergeben. Erstmals erwähnt wurde er erste im Jahre 1774.
Teile des Berges, die Unteren Giebelmähder und der Kleegarten, sollen früher als Teil des Traufberges sogar zeitweise ganzjährig bewohnt worden sein. Im Gündle und auch in den Unteren Giebelmähdern wird heute noch Berghoibat betrieben.


Blick von Oberau auf die Unteren und Oberen Giebelmäder
und den Gipfel des Kegelkopfes

Weitere Links:
Alpen: Giebel-Alpe, Krauters-Alpe
Täler: Dietersbacher Tal, Traufbachtal
Ortschaften: Gerstruben, Traufberg
Karte: AV-Karte Kegelkopf
- Tourenbeschreibung von Boris Stephan (extern)


Der Kegelkopf mit dem Gündle von Nord-Westen

Erschließung:

Da der Berg schon früh als Weidegebiet und "Berghoibat" genutzt wurde, gibt es viele Aufstiegsmöglichkeiten, die jedoch oft nicht leicht zu finden sind.

  1. Der Normalaufstieg führt über Gerstruben und die Rautwiese, von der ganz im Osten ein anfangs schwer erkenntlicher Pfad abzweigt. Er führt über viele Kehren empor zum Gündle und von dort zur "Wieberdrift" und weiter auf den Nordwestrücken, von dem man leicht auf den Hauptgipfel gelangen kann.
  2. Auf der anderen Seite des Kegelkopfes, im Traufbachtal, führt ein Weg von der Traufbachalpe zur Krautersalpe empor bis zum Bettlerrücken. Von hier zieht ein Steiglein quer hinüber in die "Oberen Giebelmähder" am Südhang des Kegelkopfes. Erst hier verlässt man den Weg und steigt weglos zum Gipfelgrat hinauf.
  3. In der Alpenvereinskarte von 1906 und auch in Gelhards "Unbekannte Anstiege" sind weitere alte, heute abgegangene Wege eingezeichnet bzw. beschrieben. Für mich der schönste Weg dieser Wege führt von der Roßhefte Kapelle über die Unteren Giebelmähder, die Giebel-Alpe in die Oberen Giebelmähder.
Literatur:
Flurnamen, Steiner, S. 176
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 131 f
Unbekannte Anstiege, Gelhard, S. 11 ff
Bergnamen, Steiner, S. 112
Stand: 04.06.2007

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