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Oberstdorfer Berge: Der Kratzer (2425 m)

Beschreibung und Lage:

Der schon im Jahre 1667 bezeugte Berg (Krazerspitz) ist ein Wahrzeichen Oberstdorfs. Kaum eine Ortsansicht, in der er nicht überhalb der Pfarrkirche im Mittelpunkt thront. Er liegt im Talschluss des Trettachtales zwischen dem Krottenkopf und der Mädelegabel.
Von Oberstdorf aus macht der mehrgipflige Berg einen sehr zerrissenen Eindruck und wrkt wie eine Felsruine. Wenn man die Form des Berges betrachtet, kann der Name leicht erklärt werden. Dazu erwähnt Steiner auch, dass im oberen Allgäu schon für 1361 ein Familienname Kratzer belegt ist, die Bildungsweise des Namens war also geläufig.
Früher war der Berg auch unter dem Namen Groppen bekannt und es ist nicht auszuschließen, dass der altbezeugte Name Mädelinspitz auf den Kratzer und nicht auf die Mädelegabel zu beziehen ist.

Erschließung:
Von Süden erreicht man die einzelnen Gipfelzacken vom Weg, der von der Kempter Hütte zur Mädelegabel führt. Zuerst steigt man weglos über Geröll und Gras zu den Gratscharten hinauf. Die Zacken selbst können über einfache Kletterei durch brüchigen Fels erreicht werden.
In der Norwand befinden sich einige anspruchvollere Kletterrouten.
Literatur:
Flurnamen, Steiner, S. 194
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 120 f
Bergnamne, Steiner. S. 121f
Anmerkung:
Im Karatzerfeld findet jedes Frühjahr das berühmt-berüchtigte Kratzerrennen des Skiclubs Oberstdorf statt.

Fürschießer und Kratzer
Weitere Links:
Alpen: Obere Mädelealpe
Berge: Mädelegabel
Berghütten: Kempter Hütte

Stand: 04.06.2007


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