| Beschreibung und Lage: |
Dieser Grenzberg ist der mittlere
der drei Gipfel des Allgäuer Hauptkammes und
eine der bekanntesten Aussichtswarten in unserem
Gebiet. Besonders beeindruckend ist der Blick von
Einödsbach. Auf der Südostseite befand
sich bis vor wenigen Jahren die "Schwarze-Milz", ein
kleiner Gletscher. Es war der einzige in den Allgäuer Alpen.
Der Name muss ursprünglich
in Verbindung mit den anderen Gipfeln gesehen werden,
denn wie Gabeln ragen diese 3 Spitzen über der Mädele-Alpe
empor.
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| Erschließung: |
Die Mädelegabel
wird meist in Verbindung mit dem Heilbronner Weg
bestiegen, der die Rappenseehütte mit der Kemptener Hütte
verbindet. Auch vom Waltenberger Haus führt ein Weg
durch die Bockkarscharte herauf. Beim höchten Punkt
des Schwarz-Milz-Ferners beginnt der leichte Normalaufstieg,
der nur am Gipfel etwas Kletterei verlangt.
In der Karte, die dem Enzensberger beiliegt, ist
auch eine Aufstiegsspur durch die Trettachrinne eingezeichnet,
die ziemlich weit
oben die wilden Gräben quert und am Kratzerjoch und an der Schwarzen Milz
auf
den
Normalweg
stößt. |
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Die Trettach und die
Mädelegabel vom Nebelhorn |
| Literatur: |
Flurnamen,
Steiner, S. 227
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 105 ff
Stützle, S. 28
Die Allgäuer Alpen bei Oberstdorf und Sonthofen,
Gedruckt bei Georg Franz, München 1856, S. 118 ff
Die Gruppe der Mädelegabel, Enzensberger
Ernst, München
1909, S. 35 ff
Bergnamen, Steiner S. 141f |
Stand:
04.06.2007
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Trettach, Mädelegabel und Hochfrottspitze von Westen |
Mädelegabel und
Trettach von Osten gesehen |
| Besteigungsgeschichte: |
Stützle beschreibt eine Bergfahrt
im Jahre 1811 durch den Immenstädter Landgerichtsphysikus
Dr. Bernhard Zör. Dabei scheint es sich
jedoch eher um einen Besuch des "Scharzen-Milz-Ferners" zu
handeln. Eine Besteigung der Mädelegabel ist
laut Enzensberger davon nicht unbedingt ableitbar. Er
nimmt dagegen an, dass die Mädelegabel
erstmals bei Vermessungsarbeiten in den Jahren
1818/1819 und bei Arbeiten der Grenzkommission
im Jahre
1835 bestiegen wurde. Auf
jeden Fall bestieg Baptist Schraudolph nach seinen
Angaben
die Mädelegabel
im Jahre 1836, weil ihn eine Stange auf dem Gipfel
neugierig machte. Der erste Tourist auf dem Gipfel
war Professor Sendtner im Jahre 1852. Sein damaliger
Führer war eventuell Vinzenz Schraudolph
von Einödsbach.
Interessant ist die Aufstiegsroute, die von
der Oberen Mädelealpe nördlich
des Kratzers zum Kratzerjoch führte.
Doch schon 1854 wählte Gross die bequemere
Route
südlich des Kratzers.
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