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Oberstdorfer Berge: Der Schneck (2269 m)

Beschreibung und Lage:

Dieser charakteristische Gipfel im Oytal besitzt eine schroffe Nordwand und unterhalb der Westwand einen breiten Grasgürtel, den hohen Gängen, der ins Laufbachtal, einem ehemaligen Bergheugebiet, mündet. Dieser Teil soll, wenn man einige Phantasie entwickelt, einer langgestreckten
(schalenlosen) Wegschnecke gleichen, die gleichsam suchend den Kopf ein wenig hebt.

Erschließung:
Der Normalweg führt vom Himmelecksattel über einen schmalen, ausgesetzten Grat (Reiterle) zum Hauptgipfel. Zum Himmelhorn (2113 m), einem westlichen Vorgipfel, führt der berühmt, berüchtigte Rädlergrat * (Südwestgrat).
Schneck
Stand: 01.01.2008

 

 

Besteigungsgeschichte:
Als erster Tourist dürfte O. Sendtner in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts den früher schon von Einheimischen erreichten Gipfel bestiegen haben. Über die Nordwand stiegen H. Demeter und Gef. 1902, über die Westwand W. Herz und H. Haug 1904; die Ostwand durchkletterte Risch 1922. Der Rädlergrat wurde 1910 von H. Rädler durchstiegen.

Schneck im Winter

Weitere Links:
Täler und Flüsse: Oytal
Anmerkungen:
Die Brüder Krebs
Die Brüder Krebs
Bild links und Teile des Textes dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt von Ulf Göz
* Am Rädlergrat stürzten 1956 die 3 Brüder Krebs tödlich ab. Das Büchlein "Drei am Himmelhorn" von Arno Pagel erinnert an diese Tragödie.
Literatur:

Flurnamen, Steiner, S. 311
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 226 ff
Bergnamen, Steiner, S. 164

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