| Beschreibung und Lage: |
Der kühne Felszacken am Nordrand
des Wieslekars stand bis
zum 8. Mai 1962 hoch über dem Bacher Loch zwischen
dem Wilden Mann und der Rotgundspitze. Das turmförmige Gebilde mit
seinen rund 30 Metern Höhe war für die
guten Alpinisten der damaligen Zeit immer eine reizvolle
Kletter-Einlage
im Rahmen von Bergtouren in diesen Gebiet. Klettertechnisch
war die Tour sehr schwierig einzustufen.
Seinen Namen erhielt es von den "Wilden Mändle",
die in den Oberstdorfer Sagen wohl bekannt sind und
an die es die Bewohner damals wegen seiner Gestalt
bei der Namensgebung anscheinend erinnerte.
Von Oberstdorf
war das Wilde Männle gut sichtbar an der südlichen
Bergsilhouette. Daher
war es den Bewohnern des Stillachtales und auch denen
von
Oberstdorf
ein
wohlvertrauter
Anblick und ich kann mich noch sehr gut erinnern,
als mein Großvater am Mittwoch, dem 9. Mai
1962 aufgeregt die ganze Familie auf der Terrasse
zusammenrief,
um uns zu zeigen, dass das
Wilde
Männle verschwunden sei (siehe Bild unten). Das nächtliche
Gewitter hatte es einstürzen
lassen.
Heute erinnert nur noch ein kleiner Schuttkegel
an das frühere Wahrzeichen der Allgäuer
Alpen. |

Das Wilde Männle auf einer
Postkarte von 1918
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| Weitere Links: |
| Berghütten: Rappenseehütte |
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| Besteigungsgeschichte: |
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Der Erstbesteiger war 1902 Willi Heimhuber. |
| Erschließung: |
| Das Wilde Männle
lag etwa eine Wegstunde von der Rappenseehütte
entfernt. Zuerst nahm man den Weg zum Hohen Licht
und bog dann östlich der Großen Steinscharte über
Geröll zum Fuße des Turmes
ab. |
| Anmerkung: |
| In der Südwestflanke des benachbarten
"Wilden Mannes" befindet sich in 2425 m Meereshöhe
übrigens eine 120 m tiefe und bis zu 40 m hohe Tropfsteinhöhle.
Der Einstieg ist vom Weg Rappenseehütte - Hohes Licht
gut zu sehen und in 10 Minuten leichter Kletterei
erreichbar. |
| Literatur: |
Flurnamen, Steiner, S. 381
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 100 f / 103
Artikel aus dem Allgäuer vom 10. Mai 62, gez. ad
Bergnamen, Steiner, S. 222 |
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