Im Jahre 1885 ließ die Alpenvereinssektion Kempten durch den Oberstdorfer Zimmermeister Huber diese Hütte überhalb dem Rappenalptal erbauen. Nach nur 4 Wochen Bauzeit wurde sie am 26. Juni eröffnet. Damals bestand sie aus nur einem einzigen Raum von 24 qm. Im Dachgeschoss befand sie noch ein Schlaflager. Nach der Eröffnung des Heilbronner Weges (1899) wurde die Hütte erstmals 1900 erweitert. Ab diesem Jahr wurde sie auch bewirtschaftet.
Streitigkeiten mit den Grundbesitzern verhinderten einen weiteren Ausbau bis 1912. Damals wurde u.a. ein Nebengebäude mit Winterlager und Mulistall errichtet. 123 Betten und Lager standen nun zur Verfügung. Viele zusätzliche Erweiterungen ließen die Hütte wachsen und heute besitzt sie eine Kapazität: von 300 Lagern und 42 Betten.
Erster Wirt war der Birgsauer Kaspar Mayer, der sie jedoch 1906 an Franz Kaufmann übergab, der dann bis kurz vor seinem Tod 1969 Hüttenwirt blieb. Zur Zeit sind Sylvia Socher und Andreas Greiner Hüttenwirte.
Über viele Jahrzehnte wurde die Hütte durch Träger und Mulis versorgt. Erst 1963 wurde die Materialseilbahn aus dem Rappenalptal herauf erbaut.
Lage:
Die Hütte liegt nahe der malerischen Rappenseen im Süden und Osten umkranzt von den Bergen Kleinen Rappenkopf, Hochrappenkopf, Rappenseekopf, Hochgundspitze, Rotgundspitze und Linkerskopf.
über Heilbronner Weg zum
Waltenberger Haus (4 Std) oder zur Kempter Hütte (7 Std),
Weg über den Mutzentobel und Schrofenpass zur Mindelheimer
Hütte (5 Std),
Hohes Licht (1,5 Std), Biberkopf (2,5 Std)...
Genauere Informationen über die Rappenseehütte / Kontaktmöglichkeiten /Touren:
Rappensee Hütte (offizielle Seite des DAV Kempten)
Informationen über den Heilbronner Weg (private Homepage)
Mulis versorgten bis 1964 die Rappenseehütte
(
Bild aus "Allgäuer Hüttenwirte erzählen" )
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel
für diesen Online-Führer werden gerne
entgegengenommen!
Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"! Alex
Rößle