| In
Oberstdorf gibt es im Gegensatz zu anderen Gebieten
in Deutschland keinen Karneval und keinen Fasching statt.
Bei uns und so auch im ganzen alemannischen Sprachraum
heißt diese Zeit zwischen Dreikönig und dem Aschermittwoch
"Fasnacht". Aber keine Angst, auch bei uns
hat dies nur bedingt mit der Fastenzeit zu tun. Damit
Sie einen kleinen Einblick in unsere Fastnacht, die
Zeit vor der Fastenzeit, erhalten, mache ich Sie hier
mit den wichtigsten Tagen vertraut: Mit
dem "Gumpigen Donnerstag", der "Wibrfasnacht",
werden bei uns die "tollen Tage" eingeläutet.
Ihm folgen der "Rusige Freitag", der "Schmotzige
Samstag mit seinen Schmalzküchle, der Fasnachtsonntag,
der Fasnachtsmätag und zum Abschluß der Fasnachtsaftermätag.
Sie werden feststellen,
dass sich unsere Fasnacht doch ein wenig vom lauten
und fröhlichen Karneval unterscheidet. Bei uns geht
es ein wenig zurückhaltender und ruhiger zu. Aber
da sich bei uns im Ort doch eine ganze Reihe "Rheinischer
Frohnaturen" niedergelassen haben, kommen Sie
sicher auch auf Ihre Kosten.
Fastnachtssprüchle aus Oberstdorf
Noch vor wenigen Jahren
war es in Oberstdorf üblich, dass die Kinder in der
Fastnachtszeit von Haus zu Haus gingen und Fastnachtssprüchle
aufsagten. Dafür bekamen sie "Gutzle" (=Bonbons)
oder Kiachle (Schmalzgebäck). Leider ist dieser Brauch
in den letzten Jahren aus der Mode gekommen und mit
ihm natürlich auch die netten Sprüchle, von denen
ich Ihnen hier zwei vorstellen möchte. Viel Spaß beim
Übersetzen! Bringen Sies heraus?
I bi dr Ma vom
Bodesea
und hao kui ganze Hosa mea;
Hosa Hosa muß ba haong
sis ka ba it üf Fastnacht goang. |
Wenn I amol
a Wible hao,
des mr numma gfällt,
dann klemm is zwischba Stubestir
und sag se sei verschnöllt. |
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Einen ausführlichen Artikel über die Fastach, den Fasching und den Karneval finden Sie bei Wikipedia:
> "Fastnacht" bei Wikipedia |
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