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Am ersten Sonntag der Fastenzeit wird bei uns der „Funken“ abgebrannt. Dieses Brauchtum geht weit zurück in die Keltenzeit und wird besonders im alemannischen Sprachraum gepflegt. Heute besitzt der Funken in erster Linie einen Unterhaltungs- und Erlebniswert. Früher war dieses Ritual stark von den Elementen des Glaubens und Aberglaubens geprägt. So galt in manchen Gegenden der Spruch: "Wer am Funkensonntag keinen Funken brennen sieht, der muss noch im selben Jahr sterben".
Meistens wird der Funken, ein kunstvoll aufgeschichteter Holzturm, am Samstag von der Dorfjugend aufgebaut und vielerorts finden dabei auch die alten Christbäume Verwendung. In der Nacht zum Sonntag muss natürlich eine "Funkenwache" bereitstehen, da es sonst passieren kann, dass der Holzstoß von den Jugendlichen aus den Nachbarorten vorzeitig angezündet wird.
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Meistens wird oben auf einer Stange noch die sogenannte „Funkenhexe“ montiert, die ein Sinnbild des Winters, der vertrieben werden soll, darstellt. Sie ist aus Stroh gebunden und mit alten Lumpen bekleidet. Der Höhepunkt der Spannung ist erreicht, wenn die „Funkenhexe" in Flammen aufgeht. Natürlich darf der Holzturm vorher nicht umfallen.
Die größten Funken können eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Zu jedem ordentlichen Funken gehören natürlich auch die Funkenküchle, ein in Schmalz herausgebackenes Hefeteiggebäck.
Bei uns im Hauptort Oberstdorf ist dieser Brauch nach dem 2. Weltkrieg beinahe abgegangen und erst in den 80er-Jahren wieder aufgekommen. Die größten Funken werden Sie jedoch etwas weiter nördlich im oberen Illertal oder in Mittelberg im Kleinen Walsertal, sie haben traditionell den höchsten, bewundern können. |
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Informationen und Text teilweise entnommen aus der Homepage des Bayerische Landesvereins für Heimatpflege:
> Funkenfeuer
Weitere und genauere Informationen finden Sie bei Wikipedia:
> "Funkenfeuer" bei Wikipedia |
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