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Zu den bekanntesten Sagenfiguren
des Alpenraums gehören die sogenannten "Wilden
Mändle". Sie haben in unserem Gebiet die Rolle der Zwerge und Heinzelmännchen übernommen, die als Sagengestalten bei uns fast gar nicht vorkommen.. In vielen Geschichten können wir lesen, dass sie den Menschen selbstlos halfen, dann aber nach einem gewissen Ereignis (neue Kleider, Nennung des richtigen Namens usw.) verschwanden. Meines Erachtens könnte man in ihnen eine Erinnerung an die Reste der rätoromanischen Bevölkerung sehen, die die Alemannen antrafen, als sie in unserem Gebiet angesiedelt wurden.
Bei uns in Oberstdorf gehören sie nicht
nur zum Sagenschatz unserer Vorfahren, sondern auch
zum Kulturgut des Ortes. Seit Menschengedenken wird
nämlich in Oberstdorf der Wilde-Mändles-Tanz in größeren
und kleineren Zeitabständen aufgeführt. Nur wirklich
einheimische Männer werden als Tänzer zugelassen.
Sie tragen ein Kostüm das vollständig aus Tannenbart,
einer Baumflechte, gefertigt wurde. Lassen sie sich
diesen Kulttanz nicht entgehen, wenn er im Jahr 2005
wieder einmal aufgeführt wird. |