Das
Oberstdorfer Heimatmuseum befindet sich im Anwesen Oststraße
13, dem sogenannten Köchelerhaus. Dieses Alt-Oberstdorfer
Bauernhaus im Oberen Markt blieb von der Brandkatastrophe
im Jahre 1865 verschont.
Der Kern des Hauses stammt aus dem 17. Jahrhundert und
ist mehrfach umgebaut und erweitert worden. Der Wohnteil
wurde als Blockbau errichtet und ist heute geschindelt.
Der an der Nordseite angeschlossene Längsschopf wurde
im Erdgeschoß massiv und im Obergeschoß und
Kniestock als ausgemauertes Riegelwerk umgebaut. Der ganze
Bau ruht auf einem Rollsteinfundament und wurde nach den
Grundstücksgrenzen und nicht dem rechten Winkel entsprechend
erstellt. Das flache, ehemals landerngedeckte Satteldach
ruht auf 8 konkav zurückgeschnittenen Pfetten. Durch
die giebelseitig angebrachte, reizvoll ornamentierte Haustüre
(19. Jahrhundert) gelangt man in die frühere Flurküche.
Erst bei dem im18. oder am Anfang des 19. Jahrhunderts
erfolgten Ausbau des Längsschopfes wurden die heutige
Küche und die darüberliegenden Räume erstellt.
Vom ehemaligen Wirtschaftsteil baute man Stall und Scheune
1926 zu Wohnräumen aus. Der alte Dachstuhl und das
unter der Scheune liegende Gewölbe blieben erhalten.
1974/75 wurde das ganze Gebäude außen renoviert.
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Oberstdorf
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