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 Oberstdorfer Geschichte: Die Rathäuser am Marktplatz

An der Ostseite des Marktplatzes stehen nebeneinander das alte und das neue Rathaus.

1. Das alte Rathaus

Schon seit vielen hundert Jahren ist der Platz für das Rathaus bei der Kirche. Früher nannte man es "Gmuindhüs". Hier kam der "Dorfammann" mit den "Viertelsmeistern" zusammen. Sie achteten auf die Einhaltung der "Dorfordnung". In der "Gmuindstrucke" lagen die Steuergelder und Urkunden. In das "Blockhiesle" (Narrenhäusle) im Keller sperrte man Missetäter, bis sie vor Gericht kamen. Mit der großen "Waage" wurden Waren aller Art gewogen.
An der Ostseite sieht man oben das Oberstdorfer Wappen, einem Schimmel auf rotem Feld. Darunter zeigt eine Wandmalerei des Oberstdorfer Künstlers Walter Kallot die Marktrechtsverleihung 1495 und die erste Eisenbahn mit Kurgästen 1888.

Im Erdgeschoss des alten Rathauses ist heute eine Ausstellung über unsere Bergwelt untergebracht. Im ersten Stock ist immer noch der Sitzungssaal des Gemeinderates.

Inschrift am alten Rathaus
1476 Tanzhaus und Dorfgericht
1495 Markterhebung durch König Maximilian
1619 Rathausumbau: Korn- und Waaghaus
1715 Narrenhäusle eingebaut
1865 Neubau nach dem Großbrand

2. Das neue Rathaus

Das1803 erstmals erbaute neue Rathaus war ursprünglich die Schule und blieb es auch, nachdem es nach dem Großen Brand 1866 wieder erbaut wurde. Erst im Jahre 1908 wurde es das "Neue Rathaus". Zur Zeit steht es leer und eine Renovierung bzw. ein Neubau ist geplant.

Die einzelnen Ämter sind entweder im Kurmittelaus oder in der Post untergebracht.

Stand: 07.06.2007


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