| vor 200 Mill. |
Die
Entstehung der Alpen |
| vor 100 Mill. |
Die
Eiszeiten |
| vor 10.000 |
Die mittelsteinzeitlichen Funde
des Grafen Christoff von Vojkffy |
| vor 10.000 |
Entstehung
der Alpwirtschaft |
| 500-15 v.Chr. |
Die Kelten im oberen Allgäu |
| 600 - 800 |
Die Landnahme der Alemannen |
991 |
Franz Alise Schratt erwähnt
in seiner Chronik den Bau der 1. Pfarrkirche
(Jahreszahl
ist nicht gesichert!) |
| 1141 |
Oberstdorf wird erstmals urkundlich erwähnt
(Weiheinschrift in der Kirche). |
| 1169 |
Corneja (Kornau) wird in einer Isnyer
Klosterurkunde genannt. |
| 1333 |
Über den Traufberg findet sich bereits
eine schriftliche Nachricht . |
| ca 1300 ff |
Die
Ritterzeit im Oberallgäu |
| 1351 |
Die Heimenhofen erwerben den Kirchensatz
„Obrostdorf' von der Rettenberger-Tochter Adelheid
von Waldburg. |
| 1361 |
Aufzeichnungen geben schon Hinweise auf
Gerstruben, Rubi und Rohrmoos. |
| 1419 |
Ein Kirchenbau ist zu Oberstdorf bezeugt. |
| 1422 |
Ulrich von Heimenhofen erhalt die Niedergerichtsbarkeit
für Oberstdorf. |
| 1423 |
Die Bewohner des Walsertales erkaufen sich
einen Weg über Schrattenwang nach Kornau. |
| 1440 |
Das Hochstift Augsburg kauft die Hälfte
des heimenhofischen Besitzes (auch den um Oberstdorf). |
| 1458 |
Das Bistum Konstanz stellt Weihe- und Ablassbriefe
für die Kirche St. Barbara in Tiefenbach aus. |
| 1476 |
Wir hören erstmals vom „Tanzhaus"
(heute Altes Rathaus). |
| 1477 |
Der Rest der Heimenhofer Rechte geht an
den Fürstbischof von Augsburg über. |
| 1483 |
In einem Urteilsbrief findet sich die
erste schriftliche Dorfordnung. |
| 1493 |
Die Appachkapelle erfährt ihre Weihe. |
| 1495 |
Der König und spätere Kaiser
Maximilian verleiht Oberstdorf das Marktrecht und ein Hochgericht. |
| 1508 |
Riezlern wird nach schon früher erfolgtem
Kirchenbau von der Pfarrei Oberstdorf abgetrennt. |
| 1518 |
Graf Hugo von Montfort baut in Tiefenbach ein Badhaus an der Schwefelquelle. |
| 1524 |
Das „Beinhäusle", die heutige
Kriegerkapelle, ist erstmals genannt. |
| 1525 |
Oberstdorfer
beteiligen sich an den Aufständen im Bauernkrieg. |
| 1544 |
Man berichtet von einem Wochenmarkt (Korn,
Mehl usw.), der jeweils montags abgehalten wird. |
| 1579 |
Der Dachstuhl der Schöllanger Burgkirche
brennt aus. Wertvolle Glocken gehen dabei verloren. |
| 1586/1587 |
21
Oberstdorfer Männer und Frauensterben als „Hexen" auf
dem Scheiterhaufen. |
| 1606 |
Die Bauern der Pflege Rettenberg rebellieren
gegen den Bischof von Augsburg, der die Tigenverfassung
aufgehoben hat. Die Oberstdorfer Rädelsführer
werden eingekerkert, gefoltert und schließlich des
Landes verwiesen. |
| 1618-1648 |
Der
dreißigjährige Krieg und die Pest, bei der über 700
Einwohner dem „Schwarzen Tod" zum Opfer fallen |
| 1638 |
Die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle wird (1865
abgebrannt) erbaut. |
| 1656 |
Fürstbischof Siegmund Franz lässt
am Seealpsee ein Jagdhaus errichten. Die Bauern müssen
dazu das Material hinauftragen. |
| 1657 |
Die Grundsteinlegung für die Lorettokapelle (Marienkapelle) erfolgt . |
| 1669 |
Durch zündelnde Kinder brennen im
Unteren Markt (Bereich Küferstraße / Buindgasse)
20 Häuser ab. |
| 1680 |
Man verlegt vom Faltenbach durch den
Ort die (hölzerne) Wasserleitung (Deichel). |
| 1690 |
Die Gemeinde kauft zwei Buinden neben
der Pfarrkirche, dass zum Feuerschutz der Kirche nicht darauf
gebaut werden kann. |
| 1705 |
Der später bekannte Bildhauer F. X.
Schmädl wird hier geboren. |
| 1709 |
Die Obere Mühle brennt ab. |
| 1731 |
Eine neue Bauordnung tritt in Kraft, die
das Dachdecken mit Stroh verbietet und den Einbau von „Kematern"
(=Kaminen) vorschreibt. |
| 1739 |
Die Walser verlegen die Wegtrasse von
Schrattenwang auf etwa den heutigen Straßenverlauf
über die Walserschanze. |
| 1742 |
Jäger erlegen auf der Käseralp
den letzten Bären im Gemeindebereich. |
| 1760 |
Freiherr von Hornstein lässt am Faltenbach
eine Eisenschmelze erbauen. Sie bleibt bis 1803 in Betrieb. |
| 1776 |
In Rubi brennen elf Häuser nieder. |
| 1785 |
Neue feuerpolizeiliche Vorschriften gelten.
Die Haus-Brandversicherung wird Zwang. |
| 1793 |
Am 26. August
1793 treten die »Wilden
Männle« von Oberstdorf
am Hof zu Trier auf und führen
die »Komedy
der 12 Wilden Mann« vor. |
| 1796 |
Im Zuge der napoleonischen Kriege marschieren
die ersten französischen Soldaten nach Oberstdorf.
Dies setzt sich über die Jahre fort. Die Bevölkerung
wird drangsaliert und muss bezahlen. |
| 1800 |
Ein Großteil des Viehbestandes fällt
der „Ungarischen Rinderpest" zum Opfer. |
| 1803 |
Das „oberste Dorf" mit dem gesamten
Hochstift Augsburg wird Bayern zugeschlagen. |
| 1808 |
Die bis dahin selbständigen Ortschaften
Kornau, Jauchen-Reute,
Einödsbach, Spielmannsau, Traufberg und Gerstruben werden dem Steuerdistrikt Oberstdorf angegliedert. |
| 1809 |
Drei Kompanien Oberstdorfer ziehen mit
den Vorarlbergern gegen die Franzosen. |
| 1811 |
Der kgl. Landgerichtsphysikus Dr. Bernhard
Zör erreicht bei seiner Bergfahrt den "Scharzen-Milz-Ferner"
am Fuße der Mädelegabel.
War er auch auf dem Gipfel? |
| 1812 |
Mit der „Großen Armee"
treten auch Oberstdorfer Söhne den Marsch nach Rußland
an. |
| 1813 |
Man erstellt über die Breitach die
„Langenwanger Brücke". Bis dahin
führte
nur ein 1723 erbauter Fußsteg über den Fluss. |
| 1815 |
Oberstdorf beklagt 37 Gefallene und Vermisste
aus den vorangegangenen Kriegen; in Schöllang waren
es 6 und in Tiefenbach 8. |
| 1816 |
Das Königreich Bayern stationiert
einen ständigen Gendarmerieposten in Oberstdorf |
| 1818 |
Durch das Gemeindeedikt kommen die schon
unter 1808 genannten Filialorte (Kornau, Jauchen-Reute,
Einödsbach,
Spielmannsau, Traufberg und Gerstruben) zur neugebildeten
politischen
Gemeinde Oberstdorf. |
| ca. 1830 |
Ende des Flachsanbaus im Allgäu (Das
"Blaue Allgäu") |
| 1846 |
Pfarrer Johann Nepomuk Stützle kauft
das Oberstdorfer Theater, lässt es abbrechen und die
Requisiten verbrennen. |
| 1848 |
Pfarrer Stützle bringt seine Buch "Die
katholische Pfarrei Oberstdorf" heraus. |
| 1851 |
Das Faltenbachhochwasser reißt die
Hammerschmiede des Bartholomäus Hartmann (Bartle
Schmidde) weg. |
| |
Prinz
Luitpold von Bayern pachtet die Oberstdorfer Gemeindejagd. |
| 1853 |
Die Gebrüder
Jochum aus Birgsau besteigen als erste die Trettach. |
| 1856 |
Georg Franz bringt den ersten
mir bekannten Führer für unser Gebiet heraus, der den bezeichnenden Untertitel
"Zugleich ein Führer für Fremde" trägt. Der
Fremdenverkehr hat in Oberstdorf Fuß gefasst. |
| |
Prinz
Luitpold von Bayern baute das Königliche
Jagdhaus und erwarb in den folgenden Jahren eine ganze
Reihe von Oberstdorer Alpen. |
| 1865 |
Ein
Großfeuer vernichtet den mittleren Ortsteil. Von
308 Häusern brennen 146 ab. |
| 1871 |
Deutsch-Französischer-Krieg: Oberstdorf
trauert um 6 Gefallene und Vermisste, Schöllang um
3. |
| 1874 |
Die Freiwillige Feuerwehr wird gegründet. |
| 1875 |
Die Alpenvereins-Sektion Allgäu-Immenstadt
erstellt als erste Bergsteigerunterkunft das Waltenbergerhaus. |
| |
Johann Baptist Schraudolph, der Wirt von
Einödsbach, wird Oberstdorfs erster autorisierter
Bergführer. |
| 1879 ff |
Wie
kam das Skifahren nach Oberstdorf? |
| 1881 |
Die meteorologische Klimastation beginnt
hier ihre Arbeit. |
| 1883 |
Der Verschönerungsverein baut das
Moorbad (Damen und Herren baden getrennt). |
| |
Der Mohrenwirt Steiner lässt das Gesellschaftsbaus,
den Vorläufer des Kurhauses, er richten. |
| 1888 |
Das erste Züglein dampft der Lokalbahn-Gesellschaft
(LAG) von Sonthofen nach Oberstdorf.
Der TSV Oberstdorf
wird gegründet. |
| 1893 |
Ein Großbrand vernichtet in Schöllang
zehn Anwesen. |
| |
Die angestammten Einwohner verlassen Gerstruben. |
| 1897 |
Im Markt leuchtet das erste elektrische
Licht. |
| 1899 |
Mit dem »Parkhotel Luitpold«
entsteht Oberstdorfs erstes Nobelhotel. |
| 1901 |
Hofrat
Dr. Madlener, Dr. Müller und die Gebrüder Fritz
und Eugen Heimhuber bezwingen das
Nebelhorn mit Skiern. |
| |
Die Gemeinde erstellt ein Kranken-, Armen-
und Pfründnerhaus. |
| 1902 |
Welche
Gaudi: Zahnradbahn
auf die Mädelegabel |
| 1905 |
Die ersten Besucher bestaunen die begehbar
gemachte Breitachklamm. |
| 1906 |
Der Skiclub wird gegründet. |
| 1909 |
Das
Skispringens entwickelt sich zum beliebten Publikumssport. |
| 1910 |
Ein Hochwasser verwüstet die Felder
und Äcker im vorderen und hinteren Ösch. Mit Ausnahme
der Haseltopfbrücke reißen die Fluten alle über
Trettach, Stillach und Breitach führenden Brücken
und Stege fort. |
| 1914/18 |
118 Söhne Oberstdorfs kehren aus
dem 1. Weltkrieg nicht mehr zurück. In Schöllang
sind es 23 und in Tiefenbach 25. |
| 1925 |
Die ersten Skispringer gehen über
die Schattenbergschanze. |
| 1927 |
An der Fuggerstraße ensteht
ein Tennisgelände, ads im Winter
als Eisplatz genutzt wurde. |
| 1927 |
Erstmals fließt Trinkwasser durch
die neuen Leitungen vom Kühberg.
Der Tennisplatz an
der Fuggerstraße, der im Winter als Eisplatz diente,
wurde erstellt. |
| 1929 |
Der Oberstdorfer Fremdenverkehr
verbuchte 600.000 Übernachtungen bei
5.000 Gästebetten. |
| 1930 |
Die erste Kabine mit Fahrgästen schwebt
zum Nebelhorn. |
| 1932 |
Das Oberstdorfer
Heimatmuseum wird eröffnet. |
| 1936 |
wird die Wandelhalle im Kurpark erbaut . |
| 1937 |
erhielt Oberstdorf das Prädikat "Heilklimatischer
Kurort". |
| 1944 |
Man funktioniert Oberstdorfer Hotels und
später die Schulen zu Lazaretten um. |
| 1945 |
Amerikanische Tiefflieger werfen
Bomben am Faltenbach, Kühberg und Plattenbichl ab.
Französische
Truppen besetzen den Ort und werden später von amerikanischen
abgelöst. 286 Soldaten sind im 2. Weltkrieg an den
Fronten geblieben, 67 aus Schöllang und 34 aus Tiefenbach. |
| 1950 |
Bei der ersten Skiflugwoche auf der neu
gebauten Skiflugschanze
fällt der bestehende Weltrekord.
Die Söllereckbahn wird erbaut |
| 1958 |
Die ersten Schlittschuhläufer gleiten
im Kunsteisstadion über die glitzernde Fläche. |
| 1962 |
Endlich kann das lang ersehnte Kur- und
Kurmittelhaus seine Pforten öffnen.
Mit dem Höllwieslift nimmt der längste Skilift Deutschlands
seinen Betrieb auf. |
| 1964 |
Die Anerkennung als offizieller Kneippkurort
ist durch! |
| 1972 |
Mit Beginn der Wintersaison nimmt der Höllwieslift
seinen Betrieb auf. |
| 1970 |
Megeve in Hochsavoyen / Frankreich und
Oberstdorf schließen eine völkerversöhnende
Partnerschaft. |
| 1972 |
Im Rahmen der Gebietsreform erfolgt die
Eingemeindung der ehemaligen Gemeinden Tiefenbach und Schöllang und
der Orte Rubi und Reichenbach.
Zusammen mit dem Bau der Fellhornhahn entsteht
entlang der Stillach die Westumgehung. |
| 1973 |
Für die erster
Skiflug Weltmeisterschaft in Oberstdorf wird die alte Holzkonstruktion
durch einen freitragenden
Betonturm ersetzt. Die Schanze heißt jetzt Heini-Klopfer-Skiflugschanze.
Die Fellhornbahn, Deutschlands "Blumenbahn" wird eingeweiht. |
| 1978 |
Erstmals fahren Autos auf der Nordwest-Umgehung
(Lumpental-Trasse) ins KIeinwalsertal. |
| |
Die alte Nebelhornbahn
wird durch eine neue Kabinenbahn mit höherer Förderleistung
ersetzt. |
| 1981 |
Das Bundesleistungszentrum
für Eiskunstlauf eröffnet seine Pforten. |
| 1987 |
Unter großem Publikumsinteresse
werden die Nordische Skiweltmeisterschaften durchgeführt. |
| 1997 |
Die Söllereckbahn
wurde neuerbaut. |
| 1998 |
Wieder einmal findet die Skiflug-WM
in Oberstdorf statt. |
| 2005 |
Die Nordischen Skiweltmeisterschaften waren bei herrlichstem Wetter und einem Besucherandran von 350 000 ein riesiger Erfolg. |