| Lage: |
Auf
der Sonnenseite des Illertales an der Kreisstraße
nach Sonthofen liegt die Ortschaft Schöllang.
Vom südlichen Ortrand aus können Sie den
ganzen Oberstdorfer Talkessel mit seinem Bergkranz
betrachten. Viele Wander- und auch Radwege laden
hier zum Sport ein. Zu Fuß ist auch das Reichenbacher
Morrbad in etwa 15 Minuten zu erreichen. Ein besonderer
Genuss ist ein keliner Ausflug auf die Schöllanger
Burgkirche, von der sich ein wunderbarer Blick in
das Illertal erschließt.
Entfernung von Oberstdorf: ca 6
km
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| Weitere Links: |
| Gebäude: Pfarrkirche
St. Michael, Burgkirche St. Michael
Radtouren: Schöllang
Täler: Illertal |
| Literatur: |
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Geschichte des Marktes O., B.1, S. 242
Geschichte des Marktes O., B.2, S. 221
Ortsnamenbuch, Dertsch , S. 153 f
Burgen, Schanzen, Letzen und Galgen im Allgäu,
Merkt Dr. Otto, Kemptem 1951, S. 136
Oberallgäuer Erzähler, Immenstadt
1991, Nr. 1 S. 3 "Hat Schöllang jemals
Schelch-Wang geheißen?", Steiner Dr.
Thaddäus (?) oder König Jochen (?) im
Oberallgäuer Erzähler, Immenstadt 1991,
Nr. 1 S. 3
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| Beschreibung und Geschichte: |
Bis zum Jahre 1804 war die Schöllanger
Pfarrkirche die Burgkirche St. Michael.
Einerseits der Namenspatron und andererseits die Lage
lassen auf ein hohes Alter schließen. Merkt
nahm an, dass dort oben ehemals ein vorgeschichtliches
Höhenheiligtum und/oder eine rätischen Höhenburg
stand. Urkundlich ist das Geschlecht derer von "Scheillnanch"
(1339) früher erwähnt, als der Ort "Schellanc"
selbst (1361). 1351 erwerben die
Brüder Oswald umd Marquart von Heimenhofen
den ehemaligen Rettenbergerbesitz. Doch deren Zeit
währte nicht lange, denn Zersplitterung des Besitzes,
insbesondere durch Erbteilung führten Mitte
des 15. Jahrhunderts dazu, dass die heimenhofschen
Nachkommen ihren gesamten Besitz in Schöllang
an das Hochstift von Augsburg verkaufen
mussten. 1495 weihte man die Frauenkapelle
im Ort ein, die dann 1804 zur Pfarrkirche
erhoben wurde. Schon seit dem Ende des 15. Jahrhunderts
ist eine Unterscheidung zwischen einem unteren und
einem oberen Dorf (unter- und oberhalb der Kirche)
nachweisbar. 1621 wurde neben der
Mühle 42 Häuser gezählt.
Nach einem kurzen Rückgang pendelte sich die
Zahl der Feuerstätten im 18. Jahrhundert bei
etwa 50 ein. 1803 wurde die politische
Macht der Bischöfe von Augsburg gebrochen un
der Ort kam zu Bayern. Im Jahre 1972
gab Schöllang seine Eigenständigkeit auf
und kam zum Markt Oberstdorf.
Der Name kommt nach Dertsch einerseits vom "Schelch"
(=Elch), einem schon im Mittelalter in unserer Gegend
ausgestorbenen Großwilds, und andererseits
vom
"Wang", der Bezeichnung für eine sanft
ansteigende Weide. Wohingegen Steiner eher glaubt,
dass der erstere Teil des Namens den Personennamen
"Scello" enthält. |
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