| 1333 wurde der Traufberg erstmals urkundlich erwähnt und schon 1361
war von Leuten und Gütern die Rede. Wahrscheinlich wurde er als
Rettenbergisches Lehen von Lechtalern erschlossen,
nachdem ihn die Allgäuer zuvor wahrscheinlich nur alpwirtschaftlich
genutzt hatten. Er kam in der Folge in der Besitz der Herrn von
Heimenhofen, die ihn 1567 (vielleicht auch schon 1559) an den Bischof von
Augsburg verkauften. Auf seiner Sonnenseite
standen über die Jahrhunderte hinweg 3
bis 6 Wohnhäuser. Die Bewohner waren Tiroler
Untertanen und zahlten dort ihre Steuern. Kirchlich
gehörten sie zur Pfarrei Oberstdorf und
dem Augsburger Bischof waren sie lehenpflichtig.
Interessant ist, dass der Traufberg schon in
der Hurter-Karte von 1619 eingetragen ist. Knapper
Lebensraum und hohe Belastungen machten neben
den Naturkathastrophen das Leben überaus
schwer. Deshalb wurde das vor 1811 als Dauersiedlung
aufgegeben.
Das letzte, bewohnte Haus war Schrättlers
Gütle = Schrättle
Alp der Alpenvereinskarte.
Im Gesäß
(= Gsässel der Alpenvereinskarte) bezeichnet
der Name auf der Hofstatt den alten Standort
eines Hauses.
Weiter talaus standen noch zwei bis vier Höfe.
Schließlich gab es noch ein Haus in Giebel,
das schon außerhalb des eigentlichen
Talgrundes war.
Durch das Gemeindeedikt kommt die Ortschaft
1818 zur neugebildeten politischen Gemeinde
Oberstdorf.
Nach Steiner könnte der Name auf das Wort
"Drauch" = Tierfalle zurückgehen,
womit vielleicht die Lage des Tales gemeint
sein könnte.
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