Der 1906 im Sudetenland geborenen
Künstler
zog nach dem 2. Weltkrieg zusammen mit seiner Ehefrau
nach Oberstdorf, wo er in der Alpgaustr.
15 ein Haus mit einer Künstler-Werkstatt errichtete.
Noch heute sind im Garten des Hauses, das jetzt eine
Pension beherbergt, ein ganze Reihe seiner Skulpturen
zu sehen. Er verstarb im Jahre 1996.
Im Ort selbst zeugen einige Plastiken von seinem
Schaffen: Vor dem Kurhaus steht sein Fischreiherbrunnen
(unten links) und im Kurgarten einer seiner "Berliner
Bären" (unten rechts) -
sein Markenzeichen. Im Fuggerpark befand sich einige Jahre seine
Plastik "Der Illerursprung" (oben rechts),
die man ursprünglich verschämt
an diesem abgelegen Ort versteckte, weil sie dem
Geschmack der Mehrheit des Gemeiderats nicht entsprach. Seit 2005 "liegen" sie endlich dort, wo sie hingehören, nämlich direkt am Illerursprung. Eine von ihm geschaffene Büste des Dichters
Arthur Maximilian Miller ist im Heimatmuseum Oberstdorf
ausgestellt. Im Atrium der evanglischen Christuskirche
steht eine Christusfigur, die letzte
von ihm geschaffene Plastik.
Alex Rößle,
03.10.2007
Foto von Robert G. Geist aus dem unten genannten Buch
Dass
Walter Kalot ein vielseitiger Künstler war beweist
sein Wandbild
am "Alten
Rathaus",
das sicher für viele unbekannt, von ihm geschaffen
wurde.
So war es an der Zeit,
dass diesem Künstler, der einen großen
Teil seines Lebens in unserem Ort verbrachte, mit
einer Sonderausstellung im Heimatmuseum Oberstdorf
ein Denkmal gesetzt wurde.
Eine Würdigung
seines Werkes findet sich auch im Buch "Walter
Kalot, Plastiken + Grafiken", das 1973 im Allgäuer
Zeitungsverlag Kempten herausgegeben wurde und im
Heimatmuseum erhältlich ist. Die für dieses
Buch geschriebene Einführung
von Rudolf Musik habe ich für diejenigen
hier mitveröffentlicht, die sich eingehender
mit dem Künstler befassen wollen.
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel
für diesen Online-Führer werden gerne
entgegengenommen!
Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"! Alex
Rößle