Der Historienmaler und Radierer
wurde am 13. Juni 1808 in Oberstdorf geboren. Von seinem
Vater Iganz, der an Sonn- und Feiertagen eine Zeichenschule
führte, erlernte er seine künstlerische Grundausbildung.
1825 zog er nach München und heiratete dort 1833.
In München studierte er an der Kunstakademie und
kam als Gehilfe Joseph Schlotthauers in die Glyptothek.
Dort lernte er die Technik der Freskomalerei.
Zusammen mit Joseph Anton Fischer arbeitete er an einigen
Fensterbildern der Kirche in der Au in München.
Gemälde der Geburt Christi von J.Schraudolph in der
kath. Pfarrkirche St. Marien in Neustadt an der Weinstrße
Anbetung der drei Weisen, Fresco aus dem 24teiligen spätnazarenischen
Bilderzyklus im Mittelschiff des Speyrer Doms von J. Schraudolph
Sein künstlerischer
Durchbruch kam, als er von König Ludwig I den Auftrag
bekam, den Dom in Speyer zu bemalen. Schraudolph schuf
die Kompositionen zu sämtlichen Bildern in der Kuppel
und den drei Chören und auch den größten
Teil der Bilder im Mittelschiff. Die Kartons zu den wichtigsten
Gemälden zeichnete er selbst und malte die schwierigsten
Bilder selbst. Große Hilfe hatte er an seinen Bruder
Claudius. 1853 war das 1846 begonnene Werk abgeschlossen.
Auch seine Ölgemälde fanden großen Anklang
bei König Ludwig I. und seinem Sohn Maximilian II.
von Bayern. Auf Grund seines Kunsttils gehörte er
den Nazarenern an. Am 31. Mai 1879 verstarb er.
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Rößle
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